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„Charlottenwiese“ Rosenstein

Stuttgart | 2018

Wettbewerb

ERLÄUTERUNGSTEXT

Region Stuttgart

Der Raum Stuttgart wird zunehmend als zusammenhängende Metropolregion wahrgenommen. Innerhalb dieser Region ist es die Stadtmitte Stuttgarts, mit ihrer Lage im Talkessel, die dieser Metropole das Zentrum und eine besondere Identität verleiht. Hier befinden sich nicht nur die kulturelle Mitte mit den Museen, der Oper und Konzerthäuser, hier finden auch sämtliche Großevents der städtischen Gesellschaft statt, hier wird gefeiert und eingekauft. Darüber hinaus liegt in der Mitte des Talkessels der große zentrale Freiraum der Stadt – die Stuttgarter Anlagen und der Rosensteinpark. Die Flächen für Wohnen und Arbeiten verteilen sich immer mehr in die ganze Region, wobei die Hanglagen in Stuttgart und am Neckar entlang besonders attraktive Wohnstandorte darstellen. Durch die für den Stuttgarter Raum charakteristische Topographie sind die Wohnflächen eher kleinteilig und liegen verstreut. Stuttgart fehlen Vorstädte wie andere Städte sie ausbilden konnten. Die Mobilitätssysteme des Stuttgarter Raums werden dieser Siedlungsentwicklung folgen und entsprechend angepasst. Die heute noch bestehende Zentralisierung und Konzentration von Straßen und Schienen auf die Mitte im Talkessel wird zukünftig zu einem gleichmäßigeren Netz innerhalb der gesamten Region umgebaut werden.

Das Stuttgarter Verkehrskonzept

Die Tatsache, dass in Stuttgart noch immer drei Bundesstraßen durch die enge Situation der Stadtmitte geführt werden, ist einzigartig, allerdings nicht in positivem Sinne. Nahezu alle Gemeinden Baden-Württembergs haben in den letzten Jahrzehnten ihre historischen Zentren durch Umfahrungen entlastet, nur Stuttgart nicht. Inzwischen erkennt man dies als Fehler und distanziert sich von dem Ziel der autogerechten Stadt der 70-er Jahre. Man erkennt die Straße zunehmend als öffentlichen Raum für alle, der nicht vom Auto dominiert sein soll und der die eigentliche städtebauliche Qualität einer Stadt darstellt. Deshalb schlagen die Verfasser ein neues städtisches Erschließungssystem vor. Es basiert auf einer zukünftigen und notwendigen Stadtumfahrung und dem Bau des sogenannten Mittleren Rings. Eine neue Filderauffahrt der B14 und die Verlegung des Knotens der B10 nach Osten werden den Talkessel weitgehend vom Durchgangsverkehr entlasten. Der Tunnel der B10 am Neckar wird verlängert, es muss keine direkte Verknüpfung mit der Innenstadt mehr erfolgen. Dies bietet völlig neue Chancen für die Entwicklung der öffentlichen Räume. Die städtische Erschließung wird über zwei neue Boulevards erfolgen, die nur 3-spurig die Parkanlagen vom Neckar bis zum Bahnhof begleiten. Der Neckarbogen selbst wird weitgehend verkehrsfrei sein und eine neue Qualität als Promenade am Fluss erhalten. Durch das neue Verkehrssystem wird die Talmitte mit den Parkanlagen vom Durchgangsverkehr völlig entlastet, so dass hier eine neue städtebauliche Entwicklung möglich wird. Wie eine Stadtentwicklung entlang öffentlicher Räume funktionieren kann, zeigen entsprechende barocke Vorbilder. Entlang der verbindenden großen Achsen zwischen der Kernstadt und den Residenzen im Umland kann ein geordnetes städtisches Wachstum generiert werden. Beispielhaft seien die Champs-Elysées in Paris, Unter den Linden in Berlin und die Ludwigstraße in München genannt. Ein ähnliches Vorgehen wäre in Stuttgart ebenfalls möglich gewesen – mit einer Verbindungsachse zwischen Schloss und Neckar.

Plan Thouret

Stattdessen wurde von Thouret ein Landschaftspark angelegt, der durch seine Ausformung eine städtische Entwicklung mit Querbezügen im Tal verhinderte. Der Park und die parallel dazu verlaufende Bahnlinie bildeten eine trennende Schneise in Talmitte. Dass diese als solche empfunden wird, ist auch daran zu erkennen, dass die Stadt noch immer ihre städtebauliche Entwicklung zum Neckar hin vermisst. Nur scheinbar könnte die Bebauung der Gleisharfe hier weiterhelfen, denn die Verbindung zum Neckar und nach Bad Cannstatt ist auf dieser Seite des Parks aus topografischen Gründen nicht möglich. Auch widerspricht eine Bebauung der Gleisharfe der großen Parkidee von Thouret. Die neue Idee des „Grünen U“ wird geschwächt, da die direkten visuellen Bezüge entfallen.

Das Immobilienprojekt Stgt 21

Der letzte große Eingriff in die Parkanlage ist das sogenannte Bahnprojekt Stuttgart 21. Die Erwartung dass durch die freiwerdenden Bahnflächen neue Qualität entsteht, wurde bislang nicht erfüllt. Weder hat der öffentliche Raum eine Qualitätssteigerung erfahren, noch entspricht die bauliche Entwicklung mit ihrer hohen Dichte und stadtunverträglicher Körnung in irgendeiner Weise den Versprechen, die im Vorfeld formuliert wurden. Auch wurde bisher keine Kompensation für die erfolgten Beeinträchtigungen im Park durch den neuen „Bahndamm“ vorgeschlagen. Der Zusammenhang zwischen Oberen und Mittleren Anlagen leidet beträchtlich. Die visuellen Bezüge gehen durch die Höhe des Damms verloren. Ausgerechnet am Rosenstein eine weitere bauliche Verdichtung vorzusehen scheint keine sinnvolle städtebauliche Maßnahme zu sein, auch dann nicht, wenn Wohnungsbau mit internationalem Etikett realisiert werden sollte. Es geht hier um eine strukturelle Entscheidung, ob der Talkessel hier weiter bebaut werden soll, unabhängig von den negativen Folgeerscheinungen.

Der Flächentausch

Die Verfasser schlagen deshalb eine der Stuttgarter Situation angemessenere Lösung vor, die den Freiraum erhält und dennoch eine städtische Entwicklung zum Neckar hin bildet, jedoch auf Cannstatter Seite. Die Fläche der Gleisharfe am Rosensteinpark wird nicht bebaut, sondern bleibt eine Freifläche, auf der die Veranstaltungen des Wasens stattfinden können. Das vorgesehene Wohnquartier wird im Gegenzug auf dem Gelände des Cannstatter Wasens errichtet. Beide Flächen sind nahezu gleich groß, so dass die geplanten Nutzungen wie gefordert untergebracht werden können. Die Bebauung des Cannstatter Wasens bietet zahlreiche Chancen für ein ganz besonderes Wohnquartier, vor allem kann sich endlich die Stadt – Stuttgart mit Bad Cannstatt- zum Fluss hin entwickeln. Der längliche Zuschnitt des Grundstückes parallel zum Neckar ermöglicht viele attraktive Wohnlagen und ist bestens erschlossen. Die bereits bestehende Tieflage des Geländes ermöglicht eine kostensparende Bebauung, da kein Aushub für Tiefgaragen erforderlich wird. In Frankfurt wurden in den letzten Jahren mehrere solcher Gebiete erfolgreich zu attraktiven Stadtquartieren umgewandelt. Das sollte auch in Stuttgart möglich sein. Durch diesen Flächentausch wird der Freiraum der Parkanlagen deutlich vergrößert und das „Grüne U“ deutlich gestärkt. Die wichtige klimatische Funktion als Kaltluftentstehungsfläche bleibt erhalten, bzw. wird weiterentwickelt. Die nur temporäre Nutzung der Gleisharfe für Veranstaltungen, ähnlich der Theresienwiese in München, entspricht in höherem Maß der übergeordneten Bedeutung der großen Stuttgarter Parkanlagen als eine dichte Bebauung. Der Park kann dadurch weiterentwickelt werden. Das ist die große Chance von Stgt 21 für die Stadtregion.

Der „Bahndamm“ Stgt 21

Eine große Herausforderung, die die Verfasser jedoch akzeptieren, stellt der zukünftige, quer zu den Anlagen liegende neue „Bahndamm“ des Tiefbahnhofes dar. Der Parkzusammenhang vom Schloss zum Neckar wird am Ende der oberen Anlagen unterbrochen sein. Hier wird eine große städtebauliche Anstrengung nötig sein, um das Kontinuum wiederherzustellen und eine glaubhafte Verbindung der Kernstadtbereiche untereinander und mit Stuttgart 21 herzustellen. Diese liegt im Bereich des alten Bahnhofsgebäudes und muss stadträumlich ausgebildet sein. Das grüne Feld wirkt hier eher trennend als verbindend. Deshalb wird von den Verfassern dieser Übergang über den Damm bewusst inszeniert indem hier gezielt Nutzungen gesetzt werden, die eine Verbindung zu den mittleren Anlagen und Stuttgart 21 herstellen. Es sind dies das Kongresszentrum, die neue Konzerthalle und ein Museum für zeitgenössische Kunst an der Museumsmeile, sowie der Intermisbau der Oper. Diese wichtigen Bausteine der Stadt sollen dabei helfen einen neuen Stadtraum zu bilden. Eine stärkere Fassung der Anlagen ist hier erforderlich. Auch die riesige Freifläche der neuen Bahnhofsüberdachung, die quer zur Entwicklungsachse der Stadt liegt, wird durch diese Maßnahmen stärker gefasst. Eine komplette Bebauung der mittleren Anlagen zugunsten einer „Stuttgarter Ludwigsstraße“ ist sicherlich nicht vermittelbar und scheidet daher aus. Aber eine konsequente bauliche Fassung des Parks wird von den Verfassern angestrebt.

Der Bonatzbau

Mit dem Neubau des Bahnhofs und dem Quartier Stuttgart 21 entsteht die Frage nach der stadträumlichen Verknüpfung der Bereiche Königsstraße und Athener Straße. Diese ist bisher noch ungeklärt. Der Abriss der Flügelbauten am Bonatzbau ließ einen Torso entstehen, der als großes Architekturobjekt nun im freien Raum steht und weder eine Anbindung an die Kernstadt noch eine neue stadträumliche Verbindung zu Stuttgart 21 besitzt. Die Verknüpfung der beiden versetzt geführten zentralen städtischen Achsen – Königsstraße und Athener Straße müsste sinnvollerweise durch die große Querhalle des Bonatzbaus erfolgen. Aus diesem Grund dürfen dort weder Fußboden noch Treppen dieser Halle entfernt werden. Sonst würde die einzige fußläufige Verbindung nur noch über die kleine Eingangshalle an der Lautenschlager Straße oder durch die neue Bahnhofshalle führen. Damit läge die Anknüpfung an Stuttgart 21 am Parkrand und nicht zentral in der Achse der Athener Straße. Außerdem ist dann das neu gebaute Erschließungsnetz vom Gebiet A quer zum Hang anzulegen, der Stadtgrundriss sollte jedoch längs, in Talrichtung entwickelt werden. Die Entwicklungsrichtung ist strukturell richtig und deutlich bequemer, weil eben. Durch den Abriss der Flügelbauten wurde der Bonatzbau seiner alten stadträumlichen Qualitäten beraubt. Aber der Stadtraum hat sich mit dem neuen Bahnhof auch verändert. Außerdem entsteht durch den großen Querraum des neuen Bahnhofs mit seinem Dach eine neue stadtstrukturelle Ausrichtung, die wieder korrigiert werden muß. Aus diesem Grund wird für den Bonatzbau eine bauliche Weiterentwicklung durch die neue städtebauliche Situation erforderlich. So wie Bonatz den Bahnhof auf die städtebauliche Situation um 1915 ausgerichtet hat, so sollte man heute diesen Bau „weiterbauen“ und der städtebaulichen Situation von 2020 anpassen. Zumindest hätte es Paul Bonatz so gemacht, lebte er heute noch. Korrektur im Stadtraum. Die stadträumliche Situation der Schillerstraße (alter Bahnhofvorplatz) wird nun zu einem neuen geschlossenen Straßen-Platz-Raum mit stärkerer Fassung weiterentwickelt. Dieser Raum, der an der zur Kreuzung Konrad- Adenauer-Straße beginnt und bis an die Anlagen heranreicht, wird als Straßenraum und nicht mehr als Vorplatz des Bahnhofs interpretiert. Durch die Veränderung der jetzigen Raumkanten und Fluchten wird der Bereich vor dem alten Bahnhof räumlich stärker gefasst, der alte Bahnhof wird zur Raumwand des Straßenraums. Dadurch verliert der Bonatzbau seinen Charakter als frei stehendes Objekt im Raum, wird Teil der städtischen, Straßenraum bildenden Bebauung an der Schillerstraße. Die Amputation der Flügelbauten wird dadurch relativiert, der Torso wird in das Umfeld eingebunden und erhält dadurch eine neue Fassung.

Städtebauliches Leitbild

Das Leitbild der Stadtlandschaft ist für diesen Bereich der Stadt grundsätzlich falsch. Die „Landschaft“ der 50-er Jahre trennt Räume visuell, verbindet sie nicht. Es sollten aber klare, städtische und überschaubare Räume geschaffen werden die halten und führen, und nicht die „Aura“ des Großobjekts gesucht werden. Besonders die Zugänge zum neuen Bahnhof sollten deutlich stadträumlich und nicht freiräumlich ausgebildet werden. Das gleiche gilt für die Ausgangssituation der Klettpassage in Richtung Bahnhof.

Das Bahnhofsdach

Im Sinne seines Entwerfers sollte das bewegte grüne Dach des neuen Bahnhofs als eine großartige, barocke Gartensituation interpretiert werden. Die Verfasser schlagen vor, diesen schönen neuen Grünraum durch Baumalleen und durch sog. „Bonatzbögen“ zu fassen. Es ist eine artifizielle und städtische Interpretation von Park, nicht die freie unkontrollierte Natur- Landschaft der 50-er Jahre oder unserer Tage. In diesem neuen, barocken Querraum im Tal werden die neuen baulichen „Highlights“ der Stadt versammelt: Kongresszentrum, ein neues Museum für zeitgenössische Kunst und Konzerthaus. Diese baulich jedoch eher in einer „barocken“, städtischen Haltung, ähnlich der des 18. und 19. Jahrhunderts. Über den Querraum quert womöglich auch die“ Kulturmeile“ die Talseite. Einen Versuch wäre es wert. Zumindest würde es der städtebaulichen Entwicklung von Stgt 21 sehr förderlich sein.

Die neuen Stadtteile

Die mittleren Anlagen werden mit zwei längs verlaufenden Boulevards neu erschlossen. Diese werden zur Adresse für die dort neu entstehenden Stadtteile mit der typischen städtischen Nutzungsmischung aus Dienstleistung und Gewerbe analog der unteren Königstraße, ergänzt mit Wohnungen in den Obergeschossen. Sie formulieren für den Park zwei gleiche, ausgewogene Seiten, die öffentlich zugänglich sind und den Park dadurch fassen und sicherer machen. Gleichzeitig stellen sie auch neue Verbindungen zu den Wohngebieten in den Hängen her. Für die beiden Stadtteile wird ein Stadtgrundriss-System vorgeschlagen, das sich in der Baufeldgröße an der unteren Königstrasse festmacht. Die Baufelder sind in etwa gleich lang, jedoch etwas breiter als dort. Damit kann die Innere Längsache eine deutlich bessere Qualität entwickeln. Die Baufelder sind parzelliert vorgeschlagen, würden sich im Laufe der Jahre erst verdichten. Als Gebäudehöhe werden 8 Geschosse vorgeschlagen, am Parkrand etwas höher mit 10 Geschossen. Die bauliche Dichte liegt bei 3,5 und ist damit dem Ort angemessen städtisch. Vergleichbar dem beliebten berlinerischen Charlottenburg.

Königstor und Anlagen

Am Ende der mittleren Anlagen entsteht baulich eine neue Torsituation. Die neue Lage des Innenstadtrings wird dadurch verdeutlicht. Angelagert sind hier Bauten des Landes auf der Cannstatter Seite und ein Neubau der Städtischen Verwaltungen, die die Hauptstätter Straße verlassen. Der Querbezug der Parkanlage Villa Berg zum Rosenstein wird ebenfalls städtischer gestaltet, die Neckarstraße findet mit einem neuen Berger Platz ihr Ende. Dieser Platz ist gleichzeitig der Eingangsplatz nach Berg und wird zusätzlich Vorbereich für das neu gedachte Mineralbad Leuze und Berg. Nach Auffassung der Verfasser sollte hier am engen Talausgang eine terrassenartige Situation über dem Neckar entstehen. Dafür werden die Seen und Sprudler, die den Talausgang im Augenblick sehr verengen, ersetzt. Es wird die sattelartige Situation als Ort-Raum betont. Im Grundsatz stünde eine Neugestaltung der Stuttgarter Anlagen an. Thouret hatte damals den König von Württemberg vom Modell des englischen, romantischen Landschaftsraums überzeugt. Diese Parkidee sucht keine Stadt. Passender wäre jedoch am Grund des „Stuttgarter Kessels“ heute eher eine städtische Gartenanlage im Sinne der Renaissance und des Barocks. Neue „Stuttgarter Lustgärten“, zeitgenössisch interpretiert oder wie die großen Volksparks des 19. Jahrhunderts. Die Verfasser plädieren für einen Neubeginn der Gestaltung der Anlagen, an die sich jetzt Stadt anlagert. Neue Querverbindungen und ein Lichtkonzept für die Anlagen, würde diese deutlich attraktiver und auch sicherer machen. Diese städtische Entwicklung hätte Thouret eigentlich vorhersehen müssen. Die Zeit für die großen Stadtentwicklungen in Europa stand an. Beispiele gab es schon damals in großer Zahl. Möglicherweise suchte der König aber eher die Ruhe und Abgeschiedenheit, ganz danach sieht der Residenzplan aus, Arkadien anstelle Stadt. Trotzdem könnte heute aus einer falschen städtebaulichen Idee von damals eine ganz besondere Stadt im Stuttgarter Talkessel werden. Vielleicht wäre die etwas weniger verdichtete, parzellierte Stadt, oder die Stadt an der richtigen Stelle und nicht an der Stelle der augenblicklicher Verfügbarkeit, bedingt durch ein frei werdenden Bahnareale, die schönere Stadt. Dieses wollen wir zu Bedenken geben.

Rosensteinquartier

Das Rosensteinquartier bindet die Wagenhallen ein und wird in seiner baulichen Struktur erweitert. Das Museum der Weltkulturen ist wichtiger Bestandteil des grünen U’s. Gebäudeform und Ausdruck haben die Kraft die städtebauliche Situation gegenüber dem Löwentorzentrum zu dominieren und einen neuen Stadteingang zu schaffen. Nahe dem Naturkundemuseum Löwentor beherbergt es auch die Nutzung des Planetariums und das Museums im Rosensteinschloss, wodurch dieses als großartiges Parkcafe in Erscheinung treten kann.

Überwerfungsbauwerk

Die neue Charlottenwiese dient in Zukunft den großen Events und Konzerten der Stadt. Das Überwerfungsbauwerk, als große Betonskulptur, wird als Denkmal der 150-jähringen Bahngeschichte Stuttgarts erhalten. Neben einer möglichen „kulturelleren“ Nutzung entsteht eine monumentale Kulisse zur Innenstadt.

Wasenquartier

Der Cannstatter Wasen wird 5-geschossig mit Bauwich entwickelt. In Verbindung zu den bestehenden Sportanlangen entstehen Flächen für ein Sportzentrum und einen Schulcampus. Die Promenade am Flussraum wird durch 8-geschossige Wohntürme begleitet. Die Bebauung an der Mercedesstraße dient Dienstleistungen und Gewerbeflächen. Als Brückenkopf und Wegweiser zur Innenstadt zentriert eine 20- geschossige Unité d’Habitation den neu entstehenden Stadtplatz am Neckarufer.


Bauherr:
Öffentlich

Zusammenarbeit mit Frowein-Faller Architekten und kienleplan

lebt